Wenn der Boden nachgibt
Der März
öffnet die Erde
von unten her.
Der Boden wird weich.
Wasser steht zwischen den Halmen.
Was im Dunkel lag,
drückt nach oben.
Noch klein.
noch geschlossen.
Zwischen den Zweigen
spannt sich erstes Grün.
Die Luft trägt Klang.
Ein Amselruf
schneidet durch den Morgen.
Die Tage
weiten sich.
Etwas löst sich
aus der starren Form.
Still.
Unter meiner eigenen Oberfläche
Im März
wird etwas in mir weich.
Ich merke es
in meinem Schritt.
Langsamer.
Was fest war,
gibt nach.
Ein Gedanke
stellt sich auf.
Ein Gefühl
bleibt stehen.
Ich halte es
nicht fest.
Da ist Vertrauen.
Still.
tragend.
Ein Moment
öffnet sich
und bleibt.
Ich gehe weiter.
Zart reicht.
Der März als Öffnung
Der März markiert den Übergang vom Verborgenen ins Sichtbare. In der Natur beginnt ein erstes Aufbrechen, das sich leise vollzieht. Diese Bewegung findet sich auch im Inneren wieder: Festes wird weicher, neue Gedanken und Impulse entstehen. Öffnung geschieht dabei nicht plötzlich, sondern in kleinen, tragenden Schritten.